Juni 17, 2020

Luftverschmutzung – wie wirkt sie sich auf den Erfolg der In-vitro-Fertilisation aus?

Immer mehr wissenschaftlichen Berichten zufolge wirkt sich die Luftverschmutzung, insbesondere PM2.5 und PM10, erheblich auf die menschliche Gesundheit aus und steigert unter anderem das Risiko von Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Kann es auch die Erfolgschancen einer In-vitro-Fertilisation verringern? Die Antwort erschien in der amerikanischen Zeitschrift Human Reproduction.

Forscher der Emory University School of Medicine analysierten Daten 253 528 In-vitro-Fertilisationszyklen, von denen 230 243 mit dem Transfer von mindestens einem menschlichen Embryo durchgeführt wurden. Die durchschnittlichen täglichen PM2,5- und O3-Konzentrationen für die Patientenaufenthaltsbereiche wurden für die Zyklusstartperiode für die Eizellentnahme (T1), die Eizellentnahme für den Embryotransfer (T2) und den Embryotransfer + 14 Tage (T3) berechnet.

Es ist bereits bekannt, dass die Exposition der zukünftigen Mutter gegenüber Luftverschmutzung (PM2,5, Stickoxide, Kohlenmonoxid oder Ozon) das Risiko perinataler Komplikationen erhöhen kann. Wie sich herausstellte, korrellierte der Ozonspiegel im Fall eines In-vitro-Fertilisationsverfahrens zu allen drei analysierten Zeitpunkten schwach, aber positiv mit der Implantation und der Geburt eines lebenden Kindes. Überraschenderweise war die Konzentration von PM2,5 nicht signifikant mit dem In-vitro-Erfolg verbunden.